Permakulturgarten

Posted by on Sep 4, 2012 in Baumaßnahmen | Leave a comment

Ein wichtiger Bestandteil unseres autarken Lebens spielt natürlich der Anbau unserer Lebensmittel. Eine gesunde Vielfalt soll es werden, selbstverständlich rein biologisch, ohne Chemie und Gift. Darüber hinaus wollen wir nach den Prinzipien der Permakultur wirtschaften, so dass aus dem sonst üblichen Kampf gegen die Natur ein harmonisches Miteinander wird. Nicht Gewinnmaximierung durch Monokultur steht hier im Vordergrund, sondern Vitalität und Ausfallsicherheit durch Vielfalt. Dies geht nur, wenn man der Natur Raum zugesteht und indem man den erwünschten Pflanzen das Umfeld gibt, das sie bevorzugen, in der Gesellschaft an Beipflanzen bei denen sie sich wohl fühlen. Die üblichen Schlagwörter wie Unkraut- oder Schädlingsvernichtung haben bei uns keine Bedeutung. Wir wollen unterstützen, nicht bekämpfen und so kann es auch keine Unkräuter geben und auch keine Schädlinge. In einem stabilen System können alle nebeneinander existieren, Ungleichgewichte regulieren sich von selbst. Die Kunst ist es solch ein stabiles System zu erschaffen. Das benötigt Zeit, Beobachtungsgabe und sicher auch einige Fehlschläge. Die Natur wird uns aber zeigen was richtig ist und was falsch.

Als Standort entscheiden wir uns für die Streuobstwiese am Haus, die mit ihrer Südhanglage, der sanften Terrassierung und den lokalen Schattenzonen, bedingt durch die Obstbäume, bereits gute Voraussetzungen zur Erschaffung einer natürlichen Vielfalt bietet. Sie ist im Frühjahr früh schneefrei und die Wege zum Ernten sind kurz.

   

Wir entscheiden uns am östlichen Ende der Wiese zu beginnen und uns im Laufe der Jahre zum westlichen Ende vorzuarbeiten. So entstehen die ersten Hügelbeete und am obersten Rand des Gartens legen wir für extrem trockene Wetterperioden den ersten kleinen Bewässerungsteich an.

         

Viele hundert Meter Staketenzaun später ist unser Garten, vor scharrenden Hühnern und ausgebüchsten Ziegen geschützt, bereit kultiviert zu werden. Aus immerhin grüner Einöde ist eine augenscheinlich üppige Wildnis entstanden, doch fürs Auge erstmal nicht ersichtlich wachsen hier bereits viele Würz- und Heilkräuter, verschiedenste Beeren, Kartoffeln und Topinambour und und und… Einige junge Obstbäume haben wir gepflanzt, um den alten Baumbestand zu ergänzen.

                  

Aus dem Teich ist binnen weniger Monate ein idyllisches und wertvolles Biotop geworden. Molche und Grasfrösche haben schon im ersten Frühling abgelaicht und viele Libellen haben sich eingefunden.

            

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