Permakulturgarten & Pflanzen

Posted by on Sep 9, 2012 in PermaGarten | Leave a comment

Ein hübscher Golfrasen, ein akkurates Monokulturbeet, ordentlich angelegte Stauden ist wahrlich nicht das was uns gefällt. Für uns ist es schön, wie die Natur es mag! Ein Kampf gegen das Gras in den Beeten wird man im Laufe der Zeit verlieren, wenn man nicht viel Zeit und Arbeit investiert. Diese Zeit ist mir persönlich zu schade! Ich gebe den Pflanzen eine Starthilfe, mehr nicht. Ich gieße nur den ersten Monat, mehr nicht. Ich helfe im ersten Jahr, das Gras etwas zurück zu halten, mehr nicht! Aber, ich gebe ihnen beim einpflanzen eine große Portion Freude und Wertschätzung mit!


Nachdem wir gut 1000qm Anbaufläche für unseren Garten vorgesehen und auch schon eingezäunt haben, darf dieser wachsen, ganz langsam, ganz so, wie er es mag! Viele Versuchszonen, wurden eingerichtet. Ich mische die Samen und werfe sie einfach wild aus. Was entsteht, ist eine Komposition, wie es schöner nicht geht! Und trotzdem entstehen Horste, die Pflanzen, die sich durchsetzen strotzen vor Kraft. Hier war es die Magenta Spreen, Koriander, Jungfer im Grünen, Wiesenknöterich, Schildklee und Knollenziest. Was nicht dazu kommen wollte, war Liebstöckel. So suchte ich ihm einen anderen Platz, ob er den jetzt schön findet, wird sich zeigen :)

 

Das Erdbeerfeld ist einfach mitten in der Wiese entstanden, als dort schon eine Mulde im Hang die Vorgabe dazu leistete. Volker kam mit Daisy, unserem alten Deutzle Traktor noch ganz gut hin und so vertiefte er mir die Mulde, die ich mit Ästen und Steinen füllte, dann bekam ich noch einige Traktorschaufeln mit abgelagerten Mist von unseren Pferden drüber geschüttet. Den Rest hab ich mit der Aushuberde, die ein Gemisch aus Steinen, Lehm, Schluff und Erde ist, wieder darüber verteilt und die leckersten “OpaErdbeeren” von Vergessene Künste eingepflanzt. Leider haben wir kein Bild gemacht, wie es diesen und letzten Sommer schon nur noch rot von den Erdbeeren war in diesem Feld. Dieses Beet ist nun im 2. Jahr und hat sich natürlich um einiges gesetzt, was aber nicht schlimm ist, weil wir ja Hanglage haben, also stellen wir uns nur unterhalb von dem Beet und pflücken uns die Leckereien in den Mund oder in den Topf. Den Rest, den wir nicht benötigen, überlassen wir der Natur und den Tieren. Am Weg darüber haben wir eine Reihe Heilstauden gepflanzt.

Am Zaun pflanze ich kleine Tee-, Gewürz- und Heilstauden, die dann im Laufe der Jahre schön wachsen dürfen. Ich steche nur den Wasen ab, harke vorsichtig die größten Graswurzeln raus (alles bekommt man eh nicht! ..also keine Zeit verschwenden) und setze immer wieder Katzenminze oder Katzengamander zwischen die Stauden, damit unsere Katzen es auch toll haben und den Boden dort frei halten, bis die Bodendecker (Pfennigkraut, Gundermann, Ehrenpreis & Co.), die ich auch immer wieder dazwischen parke, sich ihren Bereich erobert haben.

Als Umrandung setze ich ein paar übrige Felssteine, damit es das Gras etwas schwerer hat und sich die Wärme gut speichert, was die Pflanzen wiederum ganz toll finden.

    

 

Am Teichrand machen wir es genauso! Wir suchen uns ein paar Samen aus, die noch einmal Kälte benötigen und bringen sie einfach nur aus. Was sich hier zeigt, ist von diesem April!

Nach und nach wird dann alles so üppig, dass sich das Gras nicht mehr durchsetzen kann. Und das, das find dann nämlich ich toll :)

 

Wir wollen hier unsere eigenen Erfahrungen machen, uns ansehen, was die Natur will. Wir setzen nur Impulse, die sich aus unseren Bedürfnissen ergeben. Wenn es dann an dem Ort auch sein möchte, um so besser! Wir versuchen auch alle Erfahrungen überhaupt über Bord zu schmeißen, um frei für Neues zu sein. Wir probieren hier jetzt einfach mal aus :)

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