Offenstall, Mistlege und Wegebau

Die Pferde sind jetzt groß genug, um auch bei schlechter Witterung freien Zugang nach draußen haben zu können. Wir beginnen also mit der Planung des Offenstalles. Da der Mist ständig am Überquellen ist muß auch die Mistlege neu dimensioniert werden.

      

Auch hier gelten wieder die Grundsätze der Permakultur, möglicht masseneutral zu bauen, vorhandene Gegebenheiten perfekt einzubeziehen und immer wiederkehrende Arbeitsabläufe so einfach wie möglich zu gestalten. Wir beschließen den Stall an den Zugang zu den Boxen anzubauen, so haben wir einen Gesamtbereich, falls die Boxen doch mal benötigt werden sollten. Die Mistlege wird so positioniert, dass man mit der Schubkarre nur einen kurzen und geraden Weg hat, sowohl aus den Boxen, als auch vom Offenstall aus.

Außerdem schaffen wir gleich die Voraussetzungen zu unserer Idee des beheizten Gewächshauses und teilen einen Bereich der Mistlege ab, in die ein Wärmetauscher in den Boden integriert wird, der die Verrottungswärme von immerhin 50-70 Grad Celsius dem Warmhaus zur Verfügung stellt.

                                             

Den Offenstall haben wir so geplant, dass sich das Dach und die angrenzende Pergola entlang der Gebäudefront als Dachterrasse nutzen lassen. So gewinnen wir auf der Westseite wunderschöne Aufenthaltsmöglichkeiten. Ein einfacher Freisitz bietet jetzt einen geschützten Bereich, der sich schön in der Abendsonne erwärmt. Diesen haben wir recht einfach aus Balken, Brettern und alten Frühbeetfenstern, die sich an der Front verschieben lassen, selbst gezimmert.

               

 

Der Offenstall ist erfolgreich in Betrieb genommen. Zeit sich um die Erschliessung der Sommerweiden zu kümmern, denn die Pferde sollen ja selbständig zwischen Weide und Offenstall hin und her laufen können. Bislang müssen die Pferde den steilen Südhang erklimmen, um an die begehrten Wiesen zu kommen. Das an sich wäre kein Problem, aber um in den Stall zurück zu kommen schliddern die Guten den inzwischen zu einer Matschrutsche mutierten Hang hinunter. Vor allem nach Regen ein zunehmendes Problem. Ausserdem können wir die Pferde auf diese Weise nur umständlich über die Teerzufahrt am anderen Ende der Weiden zum Hof führen, wenn dies erforderlich sein sollte. Wir brauchen also einen Weg. Wieder rückt der Bagger an und wir beschliessen, wo wir doch schon dabei sind, gleich einen richtig amtlichen Weg zu bauen, den wir auch mit dem Traktor oder dem Land Rover befahren können, denn über die Sommerweide kommt man auch noch zu unserer entlegeneren Tipi- und Lagerfeuerwiese, die in einer Senke geschützt in einer Waldlichtung liegt. Schon oft waren wir inzwischen froh, wenn wir etwa zum Ausholzen mit dem Schlepper den Weg benutzen konnten.

                  

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