GoldhofBlog

Hier ist er also nun… unser Goldhofblog.

Seinen Ursprung nimmt das Ganze im August 2010, als wir nach zweijähriger Suche endlich unseren Hof finden. Nicht zu groß, nicht zu klein und vor allem in idyllischer Alleinlage. Die perfekte Ausgangssituation für ein autarkes Leben als Selbstversorger. Natürlich ist noch viel zu tun, aber dieser Weg ist unser Ziel und so stürzen wir uns in das große Abenteuer.  Nach den Grundsätzen der > Permakultur wollen wir handeln, im Einklang mit der Natur und so ist es uns eine riesen Freude, dass große Teile unseres Grundstücks üppige und urwüchsige Natur sind, mit Mischwald, einem zauberhaften Wildbach und offenen Weideflächen. Ein kleiner Weiher ist bereits vorhanden, weitere sollen folgen. Das Haus ist in bestem Zustand, eine kleine Tenne wird als Heulager dienen, darunter ist ein noch leerer Stall und eine Maschinenhalle, die als Werkstatt und Abstellplatz dienen soll ist auch schon da.

         

Für ein autarkes Leben gilt es jetzt einige Dinge umzusetzen und dies ist ein stetiger Prozess. Wir empfehlen euch daher von der RSS Feed Funktion gebrauch zu machen, da es hier sicher immer wieder Neues zu erfahren gibt.

 

Noch bevor es richtig los geht kommt natürlich erstmal alles anders. Völlig unerwartet werden wir Pferdebesitzer und > Stallausbau steht auf der Agenda.

 

 

 

 

Die Boxenlösung entpuppt sich als optimal, um die jungen Hengste an den Umgang mit uns (und umgekehrt) zu gewöhnen. Auf lange Sicht streben wir aber eine natürlichere Haltungsform für die Pferde an. Wir wollen, dass sie sich in einem Offenstall frei bewegen können und dass sie (sofern von uns freigegeben) jederzeit Zugang zur Weide haben. Natürlich setzt das zuerst mal eine Menge Infrastruktur voraus. Der Offenstall ist schlichtweg nicht vorhanden, unsere Mistlege schon lange viel zu klein. Auch müssen wir uns Gedanken über ein ausgereifteres Weidemanagement machen, damit, bei aller Freiheit für die Pferde, eine gewisse Kontrolle über die Futtermenge und die Weidepflege besteht. Wir entwickeln also eine Weideteilung, die über noch zu erschaffende Zugänge jeweils einen Weideabschnitt für die Pferde frei zugänglich macht. Die übrigen Weiden können sich derweil erholen und die Futtermenge ist automatisch rationiert. Trotzdem sind die Weiden immer so groß, dass die Pferde ihrem Bewegungsdrang nachkommen können. So ist es uns immer wieder eine Freude die beiden über die Wiesen donnern zu hören und zu sehen. Die Umsetzung des Konzeptes beginnt mit dem Bau des > Offenstalls und angrenzender Mistlege.

 

Experiment geglückt. Mit den Pferden läuft alles prima. Jetzt ist es an der Zeit zum ursprünglichen Plan zurückzukehren. Wir brauchen natürlich Anbaufläche, die wir als Permakulturgarten bewirtschaften wollen. Eine direkt am Haus gelegene Streuobstwiese in Südhanglage ist hierfür die optimale Ausgangsbasis. Hier werden wir Vielfalt schaffen, verschiedene Vegetationszonen, Bewässerungsteiche und Fels- und Geröllbereiche sollen kleine Klimazonen schaffen, die den unterschiedlichsten Pflanzen gerecht werden. > Unser Permakulturgarten entsteht.

 

 

Draußen vor dem Haus steht ein schnuckeliges Gartenhäuschen, dem wir mit ein bißchen Farbe gleich Leben einhauchen. Eine neue Bestimmung für die Hütte ist auch sofort gefunden. Sie ist eine prima Ausgangsbasis für einen Hühnerstall. Wir bauen und basteln und am Ende haben wir einen geschützten Bereich in der Hütte für die Nacht und einen kleinen eingezäunten Auslauf. Später sollen die Damen größtenteils frei auf dem Gelände umherlaufen. Jetzt fehlen eigentlich nur noch die > Hühner.

 

 

Da die Winter hier auf 850 Metern über dem Meeresspiegel lang und deftig sind, werden wir auch ein Gewächshaus benötigen, möglichst beheizt, um auch in der kalten Jahreszeit ernten zu können. Wir entscheiden uns hier für eine einfache Lösung in Form eines Anlehnhauses aus alten Fensterscheiben. Natürlich kommt auch hier erstmal alles anders. Lass uns noch schnell ein > Gewächshaus bauen.

 

 

 

Einen großen Obst- und Gemüsegarten haben wir jetzt also und dazu noch das Gewächshaus. Es wird also einiges zu ernten geben. Da stellt sich uns natürlich eine Frage: “Wohin mit den ganzen Erträgen?” Einiges kann man durch Einmachen, Dörren, etc. haltbar machen, aber wir wollen natürlich auch frisches Gemüse und Obst solange als möglich aufbewahren. Mit einem Kühlschrank oder einer Gefriertruhe braucht man in dieser Größenordnung gar nicht erst anfangen, was größeres muss her. Ein Kühlhaus? Nein… wir sind doch kein Großmarkt… Als waschechte Selbstversorger, die wir ja werden wollen, kommt da eigentlich nur eines in Frage, nämlich das, was hunderte von Jahren auch schon funktioniert hat. Wir brauchen einen Keller, und zwar einen Erdkeller nach guter, alter Väter Sitte. Wieder wird der Stift gezückt und wieder stecken wir vier die Köpfe zusammen, recherchieren, planen und träumen. Auch hier sind die ersten Entwürfe eher von der einfachen Sorte. Buddeln-Mauern-Deckel drauf und wieder zugebuddelt. Aber man könnte doch auch…  und der schöne Ziegel vom Gewächshaus… und wenn das Dach aus Eichenbalken dann doch nach 10 Jahren undicht wird… da muss es was solideres geben. Gibt es auch! Einen waschechten > Gewölbekeller.

 

Der Zugang zum Erdkeller und die stützenden Felsfindlinge am Hang sollen aber nicht nur praktisch und schön sein, sie bieten gleichzeitig einen vielfachen Nutzen für uns und die Natur. Es entsteht ein toller > Stein-Kräutergarten

 

 

 

 

Da wir uns hier täglich an der Natur erfreuen, wollen wir diese auch nicht aus dem Blick verlieren. Wir wollen in Zukunft von und mit ihr leben, also wollen wir im Gegenzug auch etwas für sie tun. Davon abgesehen, dass das ein fairer Deal ist, haben wir an allen Renaturierungsprojekten sehr viel nachhaltige Freude. Ausserdem liefern unsere Biotope, die hier nach und nach wieder entstehen dürfen, uns viele Motive, um uns im Fotografieren zu üben. Es ist wunderbar, einfach vor die Türe zu gehen und immer ein interessantes Motiv vorzufinden, an dem man seine Fähigkeiten im Umgang mit der Kamera verbessern kann. Unser erstes Projekt ist die Erschaffung einer Feuchtwiese und die Ergänzung des Teiches um ein > Biotop.

 

Bei aller Renaturierung ist es aber auch wichtig Bereiche als Weidefläche offen zu halten. Auch hier wollen wir möglichst auf Maschineneinsatz verzichten und finden in einer Handvoll Ziegen wertvolle Mitarbeiter, die diesen Job gerne für uns übernehmen. Ziegen sind wahre Spezialisten darin, sich in die unmöglichsten Situationen zu manövrieren, was uns vor einige Aufgaben stellt. Hier geht´s zu den >Ziegen

 

 

Im Zuge unserer Renaturierungsmaßnahmen sollen auf unserem Grundstück mehrere Feuchtbiotope und Kleingewässer mit unterschiedlichen Aufgaben entstehen. Rückzugräume für die Tiere, Bewässerung der Gärten, Erschaffung von Kleinklimazonen. Was spricht also dagegen ein Gewässer auch als Erholungsraum für uns selbst zu nutzen? Wenn es überhaupt etwas gibt, das wir hier in unserem kleinen Paradies vermissen, dann ist es der Schwimmteich, den wir im Garten des Häuschens hatten, bevor wir unser Goldhofprojekt gestartet haben. Mit viel Freude machen wir uns ans Werk und bauen uns einen >Naturschwimmtech.

 

Wir sind Sonnenkinder und genießen jeden Sonnenstrahl, den wir erhaschen können. Um so doofer, wenn man an einem schönen Tag in der dunklen Küche stehen muß.

Muß man???

Wir denken Nein und damit das auch wahr ist, lassen wir dem natürlich auch Taten folgen und bauen uns eine > Außenküche.

 

Wir haben es uns nett gemacht, auf unserem kleinen Hof. Viele Lebensräume sind entstanden und breiten sich aus, unsere Arbeit in Richtung Selbstversorgung trägt erste Früchte und wir und unsere Tiere sind glücklich und erfreuen uns an der heil werdenden Natur um uns herum. Zeit sich einem sehr wesentlichen Thema anzunehmen. Dem Energiebedarf, den ein Leben in unserer heutigen Zivilisation so mit sich bringt. Recht früh haben wir begonnen Energie durch geringeren Verbrauch einzusparen. Dazu zählen neue Elektrogeräte, Austausch der Heizkreispumpen und die gesamte Umstellung der Lampen im Haus auf LED. Trotzdem ist ein Hof mit Tierhaltung ein Energiefresser. Unsere geretteten, teilweise nackten Hühner brauchen im Winter eine Heizung, bis sie ein neues Gefieder haben und die Tränke der Pferde mus bei den strengen Minusgraden in unserer Region eisfrei gehalten werden. Einsparen alleine reicht also nicht aus. Davon abgesehen zählt zu einem autarken Leben nicht zuletzt auch die Versorgung mit selbst erzeugten Energien wie >Wärme und Strom.

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